Alles ist ganz einfach!
Der selbe Tag, die selbe Prüfung die gleiche Übung, ein anderer Hund = Unterschiedlicher Spassfaktor


Der wichtigste Erziehungsratgeber heißt meiner Ansicht nach „Konsequenz“. Irgendwie ganz einfach und dann doch … Erziehung variiert etwas mit dem Alter und der Erfahrung bzw. den Grundkenntnissen.
Die wichtigste Erkenntnis: Hundeerziehung hört niemals auf. Hunde lernen gern und vergessen manchmal noch lieber und immer wieder müssen sie schauen, wie weit sie kommen.
Wichtigster Tipp: Wenige Befehle verwenden, die dann durchgesetzt werden müssen.
Aller wichtigster Tipp: Dem Hund sollte die Arbeit Spaß machen.
Tipp 1: Hunde benötigen viele Wiederholungen, bis sie ein Kommando beherrschen. Normalerweise sollten sie ihren Hund nach ca. 15 Minuten intensiven Gehorsamstrainings eine kleine Entlastung und Spielpause gönnen. Damit er sich wieder frisch konzentrieren kann.
Tipp 2: Es gibt zwei Arten um Verhalten zu verfestigen. Positive Verstärkung (Belohnung) und negative Verstärkung (Bestrafung). Ich denke man sollte vom Ersten viel mehr Gebrauch machen. Ich denke aber auch, um das Zweite kommt man nicht immer herum. Es darf nur nie übertrieben werden.
Tipp 3: Ob Belohnung nun über Sprache, streicheln / Liebkosungen / Leckerli kommt bleibt dem Hundeführer überlassen. Ein Hund, der mit Leckerli erzogen wird, springt und bettelt nicht automatisch. Alles eine Frage der Erziehung. Geben Sie nur Leckerli wenn der Hund gesammelt und ruhig ist, z.B. wenn er sitzt oder liegt.
Tipp 4: Üben, Üben, Üben. Auch in für den Hund völlig unerwarteten Situationen. Gewohnheit erschwert alle Erziehungsversuche.
Tipp 5: Der Hund ist in der Lage Laute richtig zu deuten und Aktionen mit ihnen zu verknüpfen. Der Hund interpretiert unsere Gestik und Mimik zum Teil. Der Hund interpretiert den Klang unserer Stimme. Deshalb: kurze, Befehle im Imperativ. Nicht übermäßig laut (er hört ungefähr siebenmal besser als wir) aber klar und eindeutig.
Tipp 6: Finden Sie ihren eigenen Weg, nur konsequent, sollte er sein.
Tipp 7: Sie und der Hund wollen Spaß, nutzen sie das.
Die schwierigen Phasen der Hundeerziehung
8-16 Woche: Der Hund ist neu bei Ihnen und etwas orientierungslos und soooo süß.
17-32 Woche: Der Hund ist ein Baby und ungefähr so verständig, aber immer noch ziemlich süß, außer das zerbissene Kabel und einige anderen Kollateralschäden.
33-52 Woche: Der Hund ist in der Pubertät und lernt deshalb eher am liebsten gar nicht. Ja wo ist er denn, warum kommt er denn nicht, die Zähne und Krallen sind schon weniger süß.
53-100 Woche: Der Hund ist halbstark und fordert alles und jeden ständig heraus. Jo, ein bunter Strauß, den die Hormone da zutage fördern.
101-150 Woche: Der Hund ist jung erwachsen und will es wissen. Immerhin er ist konsequent, das hat er verstanden. Dran bleiben.
151-250 Woche: Der Hund meint irgendwas zu wissen und probiert es immer wieder aus. Langsam lässt sein Eifer nach, man muss auch nicht mehr allem hinterherlaufen.
250-350 Woche: Der Hund meint etwas zu wissen, will es nicht mehr ausprobieren, hat aber seinen eigenen Weg gefunden. Manchmal kommt es einen so vor, als wäre unser Hund erzogen.
350 - 400 Woche: Der Hund wird starrsinnig, er weiß doch, wie es geht. Versteh ich nicht warum macht er das jetzt?
400++ Wochen: Der Hund wird schwerhörig und alle wissen nun, wie es geht. Der Hund hat es endlich geschafft, wir sind erzogen.




